UX-Design: Warum Reiseanbieter auf verrückte Ideen setzen sollten

UX-Design: Warum Reiseanbieter auf verrückte Ideen setzen sollten

Der Urlaub gehört zur schönsten Zeit des Jahres. Doch die Urlaubsbuchung? Die ist für viele Menschen genau das Gegenteil. Denn im Netz gibt es ein gigantisches Angebot an Möglichkeiten. Wie kann man sich da als Anbieter absetzen und mit Nutzerfreundlichkeit punkten? 

Bei den wenigen freien Tagen im Jahr wollen wir, dass alles perfekt ist: die Anreise, die Unterkunft, der ganze Zielort. Und natürlich wollen wir, dass der Urlaub nicht zu teuer wird. Gesucht wird das perfekte Gesamtpaket – und das ist bei dem riesigen Angebot im Internet meist sehr schwer zu finden.

Gerade die Menge an Informationen und Möglichkeiten zu potentiellen Flügen, Zielorten und Unterkünften erschlagen einen geradezu. Reiseanbieter, die es ihren Usern so leicht wie möglich machen, sind da klar im Vorteil.

Wie kann man sich als Online-Reiseanbieter von der Konkurrenz absetzen? Wir haben uns im Netz umgeschaut und sieben Beispiele für richtig gute User Experience (UX) im E-Travel zusammengestellt.

1. Hipmunk.com: Flugsuche auf einen Blick

„Don’t let planning travel drive you nuts” ist das Motto des Flugvergleichsportals Hipmunk. So verspricht schon der Claim, dass das US-Unternehmen mit großer Nutzerfreundlichkeit punkten möchte.

Und tatsächlich schafft es Hipmunk, alle relevanten Daten zu Flügen verschiedener Anbieter so aufzubereiten, dass ein ganz intuitiver Vergleich möglich ist. Hier sieht sich der Kunde nicht ellenlangen Listen ausgesetzt, sondern kann Flugzeit und Co. wie in einem Stundenplan einfach überblicken und den passenden Flug wählen.

Hipmunk

2. Asadio: Die „menschenfreundliche“ Flugsuche

Auch Asadio will sich durch eine "menschliche" Flugsuche von der Konkurrenz abheben. „Flight search. Reinvented for humans.“, lautet entsprechend der Firmenslogan.

Was macht Asadio anders? Die Suchmaschine besteht nicht auf klar festgelegte Reisedaten, sondern versteht auch Anfragen, wie man sie eher persönlich im Reisebüro stellen würde: „Von London nach New York, Start in etwa zwei Wochen für unter 1000 Euro“. Asadio bereitet seine Daten also intuitiver auf und schafft so eine besonders hohe UX.

Asasio intuitive Suche

3. Virgin Holidays: Mit VR auf "Testreise"

Davon träumen gerade wohl viele Reiseanbieter: Den potentiellen Kunden kurz an einen anderen Ort zu „beamen“, um den Zielort einfach für sich sprechen zu lassen.

Das Beamen hat Virgin Holidays leider noch nicht eingeführt, wohl aber ein äußerst realistisches Virtual-Reality-Erlebnis, sogenannte „Immersive Experiences“. Durch die Technik wird der User über mehrere Sinne angesprochen, sodass er sich „vor Ort“ ein gutes Bild von der Destination machen kann. Dies schlägt jeden Werbetext, jedes Bild oder Video.

 Virgin Virtual Reality

4. AirBnB: Das Herz vergisst nichts

Bei der Suche nach dem perfekten Urlaubsquartier scannen wir meist unzählige Hotels und Unterkünfte. Ohne Listen den Überblick zu behalten, ist dabei nicht leicht. AirBnB erspart dem User mit seiner „Wish List“ eine Urlaubs-Zettelwirtschaft.

Nach dem Login bei AirBnB kann jeder User digitale Listen anlegen, etwa „London“ oder „Sommer 2017“. Findet er nun eine potentielle Unterkunft, reicht ein einfacher Klick auf das Herz, um das Quartier in der Wish List zu speichern.

Und die Liste dient natürlich auch AirBnB selbst: Die persönlichen Wunschlisten sind ein hervorragendes Mittel zur Kundenbindung.

AirBnB Wishlist

5. i-escape.com: Content is King!

Während einige Reiseanbieter zur Steigerung der UX auf eine bewusste Reduzierung von Inhalten setzen, macht es i-escape.com genau andersrum. Hier gibt es zu jedem Quartier kuratierte Texte und Bilder, die den Urlaubssucher wirklich begeistern sollen.

Neben Insidertipps und den speziellen „Highs“ werden zu jedem Quartier auch offen und ehrlich die „Lows“ kommuniziert. Etwa, dass eine bekannte Sehenswürdigkeit sehr weit weg ist. Durch diese ehrliche Kommunikation fühlt sich jeder Kunde ernst genommen und besser beraten.

i-escape hideaways

6. rome2rio.com: Reiseplanung von Tür zu Tür

Die meisten Suchmaschinen zeigen mir als User lediglich an, wie lange mein Flug oder die geplante Zugfahrt dauert. Doch was sagt das über die tatsächliche Reisezeit von Tür zu Tür? Recht wenig.

Besser macht es da rome2rio.com: Zum Test haben wir mal den Weg von unserem Berliner Büro zu den Kollegen in London eingegeben. Die Buchungsmaschine zeigt daraufhin einen detaillierten Reiseplan an, der sogar den Preis fürs U-Bahn-Ticket nennt und eine realistische Idee der Reisedauer gibt.

Rome2rio

7. TripAdvisor: Nutzerfotos richtig nutzen

So gut wie alle Reiseanbieter nutzen qualitativ hochwertige Bilder auf ihren Seiten. Doch TripAdvisor schlägt beim Thema Bildmaterial gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

TripAdvisor lädt seine User ein, die eigenen Urlaubsbilder hochzuladen und zu teilen. So steht der Plattform nicht nur jede Menge Fotomaterial zur Verfügung, sondern sie schafft es auch, die User durch Interaktion an die Marke zu binden.

TripAdvisor Pictures

UX-Design: Kreativität zahlt sich aus

Oft reichen kleine Ideen und Verbesserungen schon aus, um Urlaubssuchern die Recherche leichter zu machen. Und je einfacher, kreativer und sympathischer gewisse Features sind, umso eher steigt die Verweildauer auf der Seite und die Bereitschaft der Kunden, mit der Page zu interagieren, zu buchen und auch ein andermal wiederzukommen.

Noch ein Tipp für Reiseunternehmen: Entscheidend ist im Internet eine individuelle Ansprache, die genau zum Kunden passt. Wir haben die Buchungsgewohnheiten aller Altersgruppen im Internet analysiert und in dem E-Book “Der Generationen-Guide – Reisemarketing für alle Altersklassen" zusammengestellt. Hier kannst Du es Dir kostenlos herunterladen.

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Posted by Benedikt Mohr